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3 Unternehmen, die doch ganz bestimmt nicht innovieren müssen

Januar 19th, 2019|Categories: INNOVATION - WISSEN|

Ab und an treffe ich in meinen Gesprächen auf Unternehmenslenker, die mir versuchen zu erklären, dass das ja alles schön und gut sei mit der Innovation. Das gelte auch sicher für viele andere Unternehmen, aber man selbst sei doch sei Jahrzehnten erfolgreich mit dem, was man macht – warum bitte solle man daran was ändern. Bei diesen Aussagen muss ich schwer durchpusten, wissend das Beratungsresistenz zwar ein Zeichen von großem Selbstbewusstsein sein mag, jedoch hängt die Nase so hoch in der Luft, dass die vor einem liegende Klippe nicht gesehen wird.

Greift einmal zum aktuellen manager magazin 01/2019 und ihr werdet 3 Unternehmen finden, von denen wir wahrscheinlich als letztes vermutet hätten, dass ihr Geschäftsmodell innerhalb von wenigen Monaten überholt sein wird. Ich bin mir fast sicher, dass diese Unternehmen auch auf Eurer Liste der Unternehmen, die es nicht ganz so eilig haben müssen, sich selbst zu innovieren, ziemlich weit oben stehen.

Nummer 1: Saudi Aramco

Saudi Aramco (1944 bis 1988 Arabian-American Oil Company, abgekürzt ARAMCO, arabisch أرامكو السعودية, Aramco as-saʿūdiyya) ist derzeit (2014) die größte Erdölfördergesellschaft der Welt mit Unternehmenssitz in Dhahran, Saudi-Arabien. Nach Angaben des Manager Magazin galt Saudi Aramco im Jahr 2015 als das wertvollste Unternehmen der Welt. Laut dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman soll sich der Wert des Unternehmens auf 2 Billionen US-Dollar beziffern. Konservativere Schätzungen gehen von 500 Milliarden Dollar aus. (Quelle: Wikipedia)

Jahrzehntelang gab die OPEC unter saudischer Führung die Richtung des Ölpreises vor. Aramco hatte die Macht, die Ölförderung zu steigern oder zu senken und damit den Ölpreis zu steuern.

Bis das Fracking kam

Fracking ist die Ölgewinnung aus Schieferstein. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist die Technologie immer besser geworden. Seit 2012 ist die Effizienz um 100% gesteigert worden. Und Schiefergestein gibt es in den USA selbst genug. Wenn also heute die OPEC am Ölpreis dreht, dann erhöhen die Amerikaner ihr Fracking-Angebot. 2018 sind die USA der größte Fracking-Anbieter weltweit. Ja, wir sind sogar soweit, dass die USA erstmals mehr Öl exportieren als importieren – kaum zu glauben.

Damit ist die Geschäftsgrundlage der OPEC innerhalb kürzester Zeit obsolet geworden – ob die OPEC früh genug innoviert hat?

Nummer 2: Aldi Nord

Der Godfather of Discount lief seit Jahrzehnten wie geschnitten Brot – Wachstum, Expansion, Profitabilität – bitte nichts ändern. Weiterhin einfach die perfektionierte Verhandlungskunst im Einkauf einsetzen, denn da liegt der Gewinn. Uups, 2018 schreibt Aldi Nord zum ersten Mal rote Zahlen in Deutschland – wie geht das denn bitte? Kann es sein, dass andere Discountmärkte gleichgezogen haben, ja vielleicht sogar attraktiver sind?
Das manager magazin schreibt selbst, dass sich Aldi Nord vom Erfolg hat einschläfern lassen und Theo Albrecht senior dem Thema Innovation nicht wirklich Gewicht zubilligte. In die Filialen wurde nicht großartig investiert. Die immense Substanz des Unternehmens vernebelte die Innovationskraft. Statt 4% Wachstum erreicht man 208 gerade einmal 1%.

Nun wird mit einem Riesenprogramm von über 5 Millliarden Euro das Filialsystem modernisiert – alles heller, alles freundlicher – aber setzt das Maßsstäbe? Sind da andere nicht schon längst weiter? Rennt Aldi Nord nicht dem Mindestmaß hinterher – disruptiv ist das nicht. Dabei denkt man sich, dass man mit 5 Milliarden doch was Besonderes bewegen können müsste.

Aldi Nord hat innovative Wettbewerber einfach ignoriert – was sollte bei dem Erfolgsmodell auch schon schiefgehen – es lief ja…

Nummer 3: Deutsche Post und DHL

„Trara, die Post ist da, trara, die Post ist da! Von weitem hör ich schon den Ton, sein Liedlein bläst der Postillon. Er bläst aus voller Kehle, er bläst aus froher Seele. Die Post ist da, trara, trara,
die Post ist da, trara.“ So geht das Kinderlied aus dem Jahre 1846 und es war über 150 Jahre gar nicht vorstellbar, dass jemand anderes die Briefe bringt. Und auch die Post steht heute wahrscheinlich vor ihrer größten Herausforderung. Nein, nein, ich meine nicht das Fallen des Postmonopols oder die Konkurrent von UPS, FedEx, Hermes und wie sie alle heissen. Amazon heisst die Bedrohung. Jeff Bezos baut seit Jahren an der Perfektionierung seiner Lieferstruktur. Das scheint es auch ganz logisch, wenn man bedenkt, dass von 1,7 Mrd. Paketen, die 2017 an deutsche Kunden verschickt wurden rund 1/3 von Amazon versandt wurden. Die Logistiker verdienen kein großartiges Geld mehr an Amazon, aber sie sorgen für Auslastung – NOCH!

Sobald Amazon seine eigenen Lieferwagen und Leute loslässt, stehen die Lagerhallen der Logistiker leer – der wichtigste Kunde wird so zum größten Wettbewerber…und zum Bestatter des eigenen Geschäftsmodells.

Na, denkt noch immer jemand, an ihm könne all das einfach so vorbeigehen? Oder dass es vielleicht nur die Großen träfe? Dann mal weiter süsse Träume…bis zum bitteren Erwachen.

Fabrikdigitalisierung: Bei vielen KMU besteht dringender Nachholbedarf.

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Der MoreFire Kneipentalk mit Oliver Bludau

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